Faszination Eis
Eis – eine kristallklare Faszination
Das Rezept ist einfach: 2 Wasserstoffatome (H2) + 1 Sauerstoffatom (O) + Kälte = EIS
Reines Wasser (H2O) verwandelt sich bei einer Temperatur von 0°C in eine feste Form – es gefriert zu Eis. Wasser dehnt sich beim Gefrieren, im Gegensatz zu anderen Flüssigkeiten, aus. Dabei vergrößert es seinen Rauminhalt um 9 %. Eis hat also eine geringere Dichte (ist leichter) als Wasser und schwimmt deshalb auch obenauf. Sind Salze oder andere Stoffe im Wasser gelöst, so sinkt der Gefrierpunkt ab. Deshalb streut man im Winter auf den Straßen zum Beispiel Salz, um Glatteis zu verhindern.
Die obersten Moleküle beim Eis sind nur schwach miteinander verbunden. Diese „flüssige“ Oberfläche ermöglicht uns, Ski zu fahren, Eis zu laufen, Schneebälle zu formen oder Iglus zu bauen. Erst bei einer Temperatur von -60°C würde auch die Eisoberfläche „zähflüssig“ werden.
Unabhängig von den physikalischen Eigenschaften birgt das Eis eine erstaunliche Ausdruckskraft in sich. Die unendliche Vielfalt des türkisblauen Farbenspiels bietet allein für das Auge ein sensationelles Erlebnis. Doch warum wirkt das Eis so „blau“? Alle Farben des Sonnenlichtes werden vom Eis absorbiert (geschluckt) – nur die Blautöne werden im Eis reflektiert. Dadurch entsteht die visuelle Faszination des mystischen Gletscherblaus.
Reines Wasser (H2O) verwandelt sich bei einer Temperatur von 0°C in eine feste Form – es gefriert zu Eis. Wasser dehnt sich beim Gefrieren, im Gegensatz zu anderen Flüssigkeiten, aus. Dabei vergrößert es seinen Rauminhalt um 9 %. Eis hat also eine geringere Dichte (ist leichter) als Wasser und schwimmt deshalb auch obenauf. Sind Salze oder andere Stoffe im Wasser gelöst, so sinkt der Gefrierpunkt ab. Deshalb streut man im Winter auf den Straßen zum Beispiel Salz, um Glatteis zu verhindern.
Die obersten Moleküle beim Eis sind nur schwach miteinander verbunden. Diese „flüssige“ Oberfläche ermöglicht uns, Ski zu fahren, Eis zu laufen, Schneebälle zu formen oder Iglus zu bauen. Erst bei einer Temperatur von -60°C würde auch die Eisoberfläche „zähflüssig“ werden.
Unabhängig von den physikalischen Eigenschaften birgt das Eis eine erstaunliche Ausdruckskraft in sich. Die unendliche Vielfalt des türkisblauen Farbenspiels bietet allein für das Auge ein sensationelles Erlebnis. Doch warum wirkt das Eis so „blau“? Alle Farben des Sonnenlichtes werden vom Eis absorbiert (geschluckt) – nur die Blautöne werden im Eis reflektiert. Dadurch entsteht die visuelle Faszination des mystischen Gletscherblaus.
Die Erde – ein eisiger Planet
Auch wenn die meisten von uns weit ab von „eisigen“ Gebieten wohnen, die Erde ist ein eisiger Planet! Bis zu 11 % des Festlandes sind von Gletschern bedeckt, fast ein Viertel des Festlandes liegt länger als 4 Monate unter einer Schneedecke. Insgesamt 85 % der Eismassen der Erde befindet sich in der Antarktis, 12 % findet man in Grönland und der Arktis. Die vergletscherten Flächen Europas (dazu gehört auch der Hintertuxer Gletscher) machen nur 0,04 % der gesamten Eismasse der Erde aus!!!
Gletscher kommen praktisch überall auf der Erde vor – von den Polen bis zum Äquator. So gibt es zum Beispiel am Äquatorgürtel in Afrika Gletscher am Kilimandscharo, am Mount Kenya und im Ruwenzori-Gebirge. Das alles sind Berge höher als 5000m. An den Polen ist es kalt genug, hier existieren Gletscher bereits auf Meereshöhe.
Gletscher kommen praktisch überall auf der Erde vor – von den Polen bis zum Äquator. So gibt es zum Beispiel am Äquatorgürtel in Afrika Gletscher am Kilimandscharo, am Mount Kenya und im Ruwenzori-Gebirge. Das alles sind Berge höher als 5000m. An den Polen ist es kalt genug, hier existieren Gletscher bereits auf Meereshöhe.
Das Leben der Gletscher
Das Wort Gletscher stammt vom Lateinischen glacies - „Eis“. Gletscher sind Eisströme bzw. Eisfelder, deren Nährgebiet (Eiszuwachs) im Hochgebirge/in Polarländern oberhalb der Schneegrenze liegt, wo jährlich mehr Niederschlag in fester Form fällt, als abschmilzt. Durch wiederholten Schneefall im Winter wird die Schneedecke im Hochgebirge immer mächtiger. Immer mehr Schneeflocken zerbrechen aufgrund der Last der darüber liegenden Kristalle. Durch wiederholtes schmelzen an der Schneeoberfläche im Sommer dringt auch Wasser zwischen die Eiskristalle ein, wo es teilweise wieder gefriert. So werden die Eiskristalle durch wiederholtes Schmelzen und Gefrieren zu Firnschnee und schließlich zu Gletschereis umgewandelt.
Das Leben und Überleben der Gletscher hängt langfristig von der Bilanz ab – der Ernährungsbilanz. Im Nährgebiet bleibt über das Jahr gerechnet immer mehr Schnee liegen, als schmilzt. Hier werden nach circa 10 Jahren die Kristalle vom kompakten Firn in wasserundurchlässiges Eis umgewandelt. Der ehemalige Schnee hat nun eine Dichte von ca. 900 kg/m3 - man spricht von Gletschereis. Wasser hat im Vergleich eine Dichte von 1000 kg/m3.
Nicht überwiegend die Lufttemperatur ist für das Schmelzen der Gletscher im Sommer ausschlaggebend. Für bis zu 2/3 der Schmelzmenge ist die Strahlung verantwortlich! Ab einer Steingröße von ca. 15 cm wird der Gletscher vor der Sonnenstrahlung geschützt. Steine, die kleiner sind, werden erwärmt und schmelzen in die Eisoberfläche ein – es bilden sich die berühmten Kryokonitlöcher. So ist es auch für den Hintertuxer Gletscher wichtig, dass es im Sommer immer wieder ein bisschen schneit, damit die Gletscheroberfläche weiß ist, und somit das Sonnenlicht reflektiert wird.
Das Leben und Überleben der Gletscher hängt langfristig von der Bilanz ab – der Ernährungsbilanz. Im Nährgebiet bleibt über das Jahr gerechnet immer mehr Schnee liegen, als schmilzt. Hier werden nach circa 10 Jahren die Kristalle vom kompakten Firn in wasserundurchlässiges Eis umgewandelt. Der ehemalige Schnee hat nun eine Dichte von ca. 900 kg/m3 - man spricht von Gletschereis. Wasser hat im Vergleich eine Dichte von 1000 kg/m3.
Nicht überwiegend die Lufttemperatur ist für das Schmelzen der Gletscher im Sommer ausschlaggebend. Für bis zu 2/3 der Schmelzmenge ist die Strahlung verantwortlich! Ab einer Steingröße von ca. 15 cm wird der Gletscher vor der Sonnenstrahlung geschützt. Steine, die kleiner sind, werden erwärmt und schmelzen in die Eisoberfläche ein – es bilden sich die berühmten Kryokonitlöcher. So ist es auch für den Hintertuxer Gletscher wichtig, dass es im Sommer immer wieder ein bisschen schneit, damit die Gletscheroberfläche weiß ist, und somit das Sonnenlicht reflektiert wird.
Eisbewegung – Gletscher unter Druck
Auf den ersten Blick erscheint „Eis“ als ein starres Gebilde. Wenn Eis aber starr und am Untergrund festgefroren wäre, so würde von Jahr zu Jahr mehr Eismasse an den Bergen bzw. an den Polen gespeichert werden. Die Gletscher würden immer höher und höher. Die Natur sorgt deshalb für eine fließende Bewegung der Eismassen in Richtung Tal. So auch am Hintertuxer Gletscher.
Ein Eispartikel im Nährgebiet wandert durch die jährlich neue Schneeauflage im Laufe der Jahre immer tiefer in den Gletscher hinein. Durch die Eisbewegung wird dieses Eiskorn immer weiter talwärts transportiert. Im Zehrgebiet kommt durch die jährliche Schmelze das Partikel nach vielen, vielen Jahren wieder langsam an die Oberfläche. Je weiter oben ein Eiskorn seine Reise durch den Gletscher beginnt, umso länger dauert der Aufenthalt im Eis, bevor es am Zungenende wieder das Licht der Sonne erblickt. Aus diesem Grund findet man das älteste Eis immer am Gletscherende. Auch Steine oder sonstiges Material, das auf den Gletscher fällt, kommt „irgendwann“ am Zungenende wieder zum Vorschein.
Die Dauer der Reise eines Gletschereiskornes vom Firngebiet bis zum Zungenende dauert je nach Größe des Alpengletschers zwischen 100 und 1000 Jahre! In Grönland verweilen die Schneekristalle bis zu 100.000 Jahre und in der Antarktis sogar bis zu 400.000 Jahre! Das Eis am Hintertuxer Gletscher ist zwischen 500 und 1000 Jahre alt!!
Die Gletscher in den Alpen bewegen sich je nach Gletschergröße und Klimabedingung zwischen 1m/Jahr und 200m/Jahr talwärts. Die Gletscher in Grönland und in der Antarktis können Geschwindigkeiten von bis zu mehreren 1000m/Jahr erreichen! Am Hintertuxer Gletscher wurden bis zu 60m/Jahr gemessen! Der Kutiah Gletscher in Pakistan ist der schnellste Gletscher der Welt. Im Jahr 1953 wurde eine Fließgeschwindigkeit von 12 km in 3 Monaten gemessen, dass entspricht einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 112 Metern pro Tag!
Ein Eispartikel im Nährgebiet wandert durch die jährlich neue Schneeauflage im Laufe der Jahre immer tiefer in den Gletscher hinein. Durch die Eisbewegung wird dieses Eiskorn immer weiter talwärts transportiert. Im Zehrgebiet kommt durch die jährliche Schmelze das Partikel nach vielen, vielen Jahren wieder langsam an die Oberfläche. Je weiter oben ein Eiskorn seine Reise durch den Gletscher beginnt, umso länger dauert der Aufenthalt im Eis, bevor es am Zungenende wieder das Licht der Sonne erblickt. Aus diesem Grund findet man das älteste Eis immer am Gletscherende. Auch Steine oder sonstiges Material, das auf den Gletscher fällt, kommt „irgendwann“ am Zungenende wieder zum Vorschein.
Die Dauer der Reise eines Gletschereiskornes vom Firngebiet bis zum Zungenende dauert je nach Größe des Alpengletschers zwischen 100 und 1000 Jahre! In Grönland verweilen die Schneekristalle bis zu 100.000 Jahre und in der Antarktis sogar bis zu 400.000 Jahre! Das Eis am Hintertuxer Gletscher ist zwischen 500 und 1000 Jahre alt!!
Die Gletscher in den Alpen bewegen sich je nach Gletschergröße und Klimabedingung zwischen 1m/Jahr und 200m/Jahr talwärts. Die Gletscher in Grönland und in der Antarktis können Geschwindigkeiten von bis zu mehreren 1000m/Jahr erreichen! Am Hintertuxer Gletscher wurden bis zu 60m/Jahr gemessen! Der Kutiah Gletscher in Pakistan ist der schnellste Gletscher der Welt. Im Jahr 1953 wurde eine Fließgeschwindigkeit von 12 km in 3 Monaten gemessen, dass entspricht einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 112 Metern pro Tag!
Gletscherspalten
Bewegt sich ein Gletscher über Felsrücken, über Felsstufen, um Kurven, … fließen einzelne Teile des Eises schneller, als zum Beispiel andere. Deshalb reißen im spröden oberflächennahen Gletschereis Spalten auf. Je nach Überlagerungsdruck ergibt sich eine maximale Spaltentiefe. Bei Gletschern, wie sie in den Alpen zu finden sind, wird eine durchschnittliche Spaltentiefe von rund 30 Metern erreicht.
Im Volksmund wird oft von A- und V-Spalten gesprochen. In Wirklichkeit gibt es nur V-Spalten, da sich die Spalte in maximal 30 Metern Tiefe wieder schließt. Die A-Spalte kommt von jener Erfahrung, dass oft sehr viel Schnee die Spalte beinahe zudeckt, und nur wenig aufreißt. Fällt man, am Seil gesichert, in eine solche Spalte, erweckt es den Eindruck, dass die Spalte unter der Oberfläche weit auseinander klafft – dies ist jedoch nur die Schnee- oder Firnschicht am Eis.
Im Volksmund wird oft von A- und V-Spalten gesprochen. In Wirklichkeit gibt es nur V-Spalten, da sich die Spalte in maximal 30 Metern Tiefe wieder schließt. Die A-Spalte kommt von jener Erfahrung, dass oft sehr viel Schnee die Spalte beinahe zudeckt, und nur wenig aufreißt. Fällt man, am Seil gesichert, in eine solche Spalte, erweckt es den Eindruck, dass die Spalte unter der Oberfläche weit auseinander klafft – dies ist jedoch nur die Schnee- oder Firnschicht am Eis.
Eisige Zeiten - Klimawandel
Klimaveränderungen gibt es seit eh und je! Im Laufe der letzten Millionen von Jahren hat es weltweit immer wieder starke Temperaturschwankungen gegeben. Von den Eisbohrkernen aus Grönland und der Antarktis wissen wir, dass unser Planet circa alle 100.000 Jahre von einer Eiszeit heimgesucht wurde beziehungsweise wird.
Der letzte Höhepunkt der Vergletscherung in den Alpen liegt etwa 20.000 Jahre zurück. Die Durchschnittstemperatur war damals um ca. 8° Celsius niedriger als gegenwärtig. Zu dieser Zeit wäre ein Leben in den Alpen undenkbar gewesen! Damals bewegten sich bis zu 2000 Meter dicke Eisströme durch die Alpentäler. So gab der Hintertuxer Gletscher dem Tuxertal seine heutige Form - ein Ergebnis der Eiszeit! Der Olperer (3476m), der höchste Gipfel der Tuxer Alpen, war aber auch damals, aufgrund der starken und trockenen Winde, eisfrei.
Der letzte Höhepunkt der Vergletscherung in den Alpen liegt etwa 20.000 Jahre zurück. Die Durchschnittstemperatur war damals um ca. 8° Celsius niedriger als gegenwärtig. Zu dieser Zeit wäre ein Leben in den Alpen undenkbar gewesen! Damals bewegten sich bis zu 2000 Meter dicke Eisströme durch die Alpentäler. So gab der Hintertuxer Gletscher dem Tuxertal seine heutige Form - ein Ergebnis der Eiszeit! Der Olperer (3476m), der höchste Gipfel der Tuxer Alpen, war aber auch damals, aufgrund der starken und trockenen Winde, eisfrei.
Gletscher in Österreich
In Österreich gibt es circa 840 nahezu unberührte Gletscher. Nur die eher kleinen Gletscher mit wenig Eisbewegung und geringer Spaltenbildung eignen sich zum Beispiel für die Aufnahme eines Skibetriebes. Die äußerst aufwendigen Bauarbeiten und die schwierige Anbringung der Liftstützen auf Eis, welche aufgrund der Eisbewegung mehrmals im Jahr in die ursprüngliche Position zurück versetzt werden müssen, sind ein wesentlicher Grund dafür. Zurzeit wird in Österreich auf 8 Gletschern mit ca. 12 kleinen Einzelgletschern Gletscherskilauf angeboten, 5 davon liegen in Tirol. Der Hintertuxer Gletscher ist dabei das einzige Gletscherskigebiet, das das ganze Jahr über – auch im Sommer! – Skifahren und Snowboarden ermöglicht.
Der jährliche Niederschlag in Tirol entspricht ungefähr der Menge an gespeichertem Wasser in den Tiroler Gletschern! Ein Gletscher kann nicht als Trinkwasserreserve gesehen werden, da das Gletscherwasser ein sehr mineralstoffarmes Wasser ist und somit als Trinkwasser unaufbereitet nicht geeignet ist.
Der jährliche Niederschlag in Tirol entspricht ungefähr der Menge an gespeichertem Wasser in den Tiroler Gletschern! Ein Gletscher kann nicht als Trinkwasserreserve gesehen werden, da das Gletscherwasser ein sehr mineralstoffarmes Wasser ist und somit als Trinkwasser unaufbereitet nicht geeignet ist.



